Die Geschichte der Jungschar Kerzers ist schon alt. Die Gründer sind auch älter, heute nicht mehr dabei. Doch sie blieb, sie, die Jungschar Kerzers. Seit dem Jahre 1955 gehört sie dazu, manchem ein Begriff, manchem fremd, für viele ein Wegbegleiter in ihrer Kinder- und Jugendzeit. Sie hat viele Gesichter gesehen, kennt manchen Namen – die Leute von Kerzers sind ihr bekannt. Vom Anfang gibt es noch etwas: Einen Brief, datiert auf den 1. September 1955.

„Am 10. Juli d.J. haben ein Kamerad und ich in Kerzers eine Jungschargruppe gegründet. Zuerst hatten wir guten Erfolg, denn schon bei der ersten Zusammenkunft waren nicht weniger als 14 Knaben erschienen. Die folgenden Sonntage spielte uns das Badewetter einen Streich, indem die Buben für sich baden gingen [...] Wettbewerb, indem demjenigen ein Preis versprochen wurde, der bis zum nächsten Frühling am meisten Neue hinzubringt [...] gemeldet, dass einer schon 7 (sieben) habe [...] den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind, da es ungeahnte Formen anzunehmen zeigt. Ich möchte sie nun höflich bitten, uns Mittel und Wege zu zeigen, wie wir die Buben beschäftigen, interessieren und zu Christus führen können [...] Und jetz noch eine Frage: sind die Jungschärler auch Uniformiert oder nur die Pfadfinder? [...] Ich dachte nun, ich müsse mich als Freiburger ebenfalls an Sie wenden, da wir geographisch zum Kanton Bern gehören. Ich möchte Sie höflich bitten, uns möglichst bald Ihren Rat zukommen zu lassen, und Sie um Verzeihung bitten, dass ich an Sie gelangt bin. Freundlich Grüsst ihr Bruder in Christo, W. Pfister.“

Für unsere Ohren amüsant – es ist halt eine Weile her. Viel wurde erlebt unterdessen, manch Schönes und auch manch Schwieriges. Auch für die Kommenden Jahre – seien das nun 5, 50 oder gar noch 500 – wollen wir voll und ganz auf die Führung Gottes vertrauen und sind gespannt zu sehen, wo er uns hinführen wird.